Mit einem festlichen Gottesdienst und einem Empfang im Pfarrsaal des Roncalli-Zentrums in Glattbach wurde am ersten Abend im Juli feierlich die katholische Pfarreiengemeinschaft der beiden Nachbarorte Johannesberg und Glattbach begründet.
Die bischöfliche Urkunde dazu überbrachte und verlas Domvikar Christoph Warmuth, der im Seelsorgeamt der Diözese Würzburg im Kilianshaus für die Entwicklung der neuen Gebilde zuständig ist.
Seine Aufgabe war es auch, in der Predigt den geistlichen Zusammenhang zwischen dem Evangelium und den Kirchenpatronen herzustellen. Bewusst hatten die Verantwortlichen den Vorabend des altchristlichen Festes „Maria Heimsuchung“ gewählt, das nach alter Tradition am 2. Juli gefeiert wird. Es bezieht sich auf die biblische Erzählung, wonach die schwangere Jungfrau Maria ihre Cousine Elisabet besucht, die in hohem Alter noch einen Sohn gebären wird, den Vorläufer Jesu von Nazaret, nämlich Johannes, der später Jesus im Jordan taufen wird und ihm als Prophet voraus geht.
Domvikar Warmuth suchte so den Zusammenhang zwischen den Patrozinien (von St. Johannes Enthauptung (für Johannesberg) und St. Marien im Roncallizentrum (Glattbach) sowie Maria Himmelfahrt (die alte Dorfkirche in Glattbach) herzustellen und auf den neuen gemeinsamen Festtag der Pfarreiengemeinschaft mit dem Titel „Maria Heimsuchung“ einzustimmen. Die Pfarreiengemeinschaft nennt sich nun auch offiziell „Sankt Maria und Johannes der Täufer“.
Die Begegnung der beiden schwangeren Frauen solle den Christen in den beiden Orten und ihren Filialen Rückersbach und Steinbach Mut machen, zeigt sie doch, dass für Gott nichts unmöglich ist. Solches Zutrauen ist auch die Hoffnung von Ortspfarrer Nikolaus Hegler, der diesen Gedanken zusammen mit einer schwungvollen Zeichnung der indischen Künstlerin Lucy D’Souza auf einem Gebetsbild festhielt. Dieses wurde für die zahlreich erschienenen Gläubigen extra gedruckt.
Nach den Dankesworten der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Antonia Wenzel feierten zahlreiche Johannesberger und Glattbacher Bürger den Beginn ihrer Gemeinschaft im Pfarrsaal. Bei dieser Gelegenheit wurde vermeldet, dass Pastoralreferentin Eva Bracharz-Streib nach elf Jahren Dienst in beiden Gemeinden nach Würzburg wechselt. Ihre Stelle wird zum September Gemeindereferent Wolfgang Keller übernehmen, der aus Schweinheim kommen wird.
Bis zum 1. Fastensonntag 2010 will die Diözese Würzburg die neue Struktur der Pfarreiengemeinschaften errichtet haben. Dabei werden Gebilde zwischen 2500 bis 9500 Katholiken entstehen. Einige große Gemeinden am bayerischen Untermain werden allerdings vorerst selbständig bleiben können, z.B. Mainaschaff oder Kleinostheim. Die anderen Gemeinden, auch in der Stadt Aschaffenburg, müssen sich zusammenschließen, haben dies teilweise auch schon getan. „Versorgt“ werden sie künftig von geringer werdendem Personal nach einem Schlüssel, der für je 2000 Katholiken eine volle Stelle mit hauptamtlichem Seelsorgepersonal vorsieht.
Alfred Streib (ARS)
Besucher heute: 112
Aufrufe der Seite http://www.pfarrei-glattbach.de/Feier_zur_Errichtung_der_Pfarreiengemeinschaft.1787.0.html heute: 2
Besucher gestern: 218
Aufrufe der Seite http://www.pfarrei-glattbach.de/Feier_zur_Errichtung_der_Pfarreiengemeinschaft.1787.0.html gestern: 0
Tägliche Besucher (Durchschnitt letzte 30 Tage): 205,47
Tägliche Aufrufe der Seite http://www.pfarrei-glattbach.de/Feier_zur_Errichtung_der_Pfarreiengemeinschaft.1787.0.html (Durchschnitt letzte 30 Tage): 0,83