„Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele!“ Was ist das für so viele, sagt zu Recht Andreas, der Bruder des Simon Petrus, zu Jesus. Wie sollen damit all die vielen Menschen satt werden können?
Was ist das, was jeder von uns hat, was wir besitzen, für so viele? So könnten wir den Satz für unsere Zeit umformulieren. Das Kind im Evangelium, das das Seine gibt, hat keine Angst zu kurz zu kommen. Und wir? Ein neues geistliches Lied sagt: „Wenn jeder gibt, was er hat, dann werden alle satt.“
Könnten nicht viele zufrieden werden, wenn das Wunder geschähe, dass wir dankbar nähmen und teilten, was wir haben? Brot und Kraft und Zeit und Arbeit und Geduld und Sympathie, Mitleid und Mut und Lebenschancen?
Könnten nicht viele zufrieden werden? Nicht zuletzt der dankbare Geber? Wer hat denn schon alles, was er hat und ist, wirklich selbst erarbeitet und verdient?
Die Menschen damals haben nur das wunderbare Ergebnis der Brotvermehrung gesehen, und versuchen sich dieses Jesus zu bemächtigen, um ihn zum König, zum „Brotkönig“ zu machen. Wer sieht hin und erkennt, was Jesus tut? König werden will er nicht! „Jesus nahm die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus“ (Joh 6,11). Wer sieht hin und tut es ihm nach? Das nehmen, was ich habe, und danken und teilen!?
Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen im Namen des Pastoralteams
Eva Bracharz-Streib, Pastoralreferentin
Lesungen zum 17. Sonntag im Jahreskreis
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