21.06.2012 18:30 Uhr:
Gottesdienst für leb. + verstorb. St. Johanniszweiverein - Rathaus, Sitzungssaal
21.06.2012 19:15 Uhr:
Jahreshauptversammlung 2012 - Rathaus, Sitzungssaal
Laetare heißt der vierte Fastensonntag. Übersetzt heißt das: Freue Dich!
Mitten im Ernst der Fastenzeit ein deutliches Wort der Freude. Früher, als Fasten noch wirklich Fasten war und der Verzicht beim Essen und Trinken, beim Rauchen usw. noch richtig spürbar war, da klang das Wort von der Freude in der Mitte der Fastenzeit wohl noch kräftiger als heute.
Laetare, freut euch! Den Grund dafür nennt Jesus selber. Nikodemus, ein Pharisäer, kommt heimlich in der Nacht zu Jesus, um mit ihm zu sprechen. Vielleicht nicht sehr heldenhaft, dass er sich nicht traute am Tag zu Jesus zu gehen. Was würden wohl die anderen sagen, wenn sie von seinem Wunsch wüssten, Jesus persönlich zu sprechen? Eines ist sicher: Das Gespräch mit Jesus wurde zum Wendepunkt in seinem Leben. Wie oft hat Nikodemus wohl in späteren Jahren von dieser unvergesslichen Nacht erzählt! Es muss ihm bewusst geworden sein, dass Jesus ihm eines der schönsten, tiefsten Worte anvertraut hat. Noch immer klingen diese Worte nach, noch immer können sie das Leben von Menschen verwandeln: "So sehr hat Gott die Welt geliebt ..."
Gott liebt diese Welt. Es ist oft schwer zu begreifen. Eine Welt, in der es so viel Finsternis gibt? Eine Welt, in der Unrecht und Leid, Krankheit und schließlich der Tod das letzte Wort haben? Wo ist Seine Liebe?
Sie hat einen Namen, ein Gesicht - Jesus. Nikodemus schaut in dieses Gesicht, hört dessen Stimme, lauscht seinen Worten. "Wer an mich glaubt, geht nicht zugrunde". Und er vernimmt diese wunderbaren Worte: "Gott hat seinen Sohn in die Welt gesandt, nicht um zu verurteilen, sondern um zu retten."
Es gibt eine Rettung in dieser Welt und es gibt einen Retter. Wir sind nicht sinnlos in diese Welt geworfen, um uns hier durchs Leben zu retten und am Schluss im Tod unterzugehen. Wahrlich nicht!
"Wenn du nicht weiter weißt, schau zu mir auf! Glaub an mich! Vertrau auf mich!" Diese Welt ist oft voller Tränen, aber sie ist nicht ein sinnloser Abgrund. "So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn hingab", sein Ein und Alles, sein ganzes Herz.
In tiefer Nacht hat Nikodemus diese Worte gehört. Er hat sie oft weitergesagt. Er hat sie geglaubt und dadurch so viel Trost erlebt. Mitten in der Fastenzeit sagt er sie auch uns, noch einmal. Glaubt daran! Fest, felsenfest! Und daher: Freut euch!
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