Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus.

Pünktlich zur Urlaubs- und Ferienzeit zeigt uns Jesus auf, dass Aktivität und Einsatzfreude für seine Jüngerinnen und Jünger wichtig und notwendig sind, wollen sie mit seiner Frohe Botschaft die Herzen der Menschen erreichen. Daneben - und so verstehe ich die Aufforderung oben - ist es aber auch sehr wichtig Sorge dafür zu tragen, dass wir uns zurückziehen, bei uns selbst einkehren und uns ausruhen.

Der Aktion und Anstrengung auf der einen Seite stehen die Rekreation und Erholung auf der anderen Seite gegenüber. Oder wie es bereits im 5./6. Jahrhundert der Heilige Benedikt von Nursia seinen Brüdern ans Herz legte: „Ora et labora.“ Beides „beten und arbeiten“ sind wichtig. Sich für beides Zeit zu nehmen ist hilfreich. Sich einen Rahmen zu setzen, in dem beides vorkommt, zu seinem Recht kommt, wäre ein guter Weg.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie für sich einen Weg finden, Gebet und Arbeit gut miteinander zu verbinden. Den wöchentlichen Rhythmus von Werktagen und Sonntag als Chance anzunehmen und mit den Menschen, mit denen man zusammenlebt, entsprechend bewusst zu gestalten, wäre ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Während des Tages Verschnaufpausen einzulegen, in der ein schöner Text, eine Spruchweisheit uns daran erinnert, dass wir neben der Sorge um das Alltägliche uns auf sein befreiendes Wort besinnen, ein weiterer. Und wenn wir unseren missionarischen Auftrag ernst nehmen, dann kann die Ermutigung eines einsamen Menschen durch ein Gespräch, durch ein Telefonat oder eine Postkarte in ähnlicher Weise wirken.

Für die vielen unter uns, die einen lieben Angehörigen pflegen, ist ein gesunder Wechsel von: „Ora et labora“ auch wichtig, wollen sie diese schwere Arbeit gut durchstehen. Es ist gut, dass Sie ihren lieben Angehörigen selbst pflegen. Sicherlich kann dies keiner so gut wie Sie selbst! Aber es ist auch wichtig und verantwortungsvoll mit seinen eigenen Kräften zu haushalten, damit die Pflege möglichst lange von Ihnen eingebracht werden kann. Nutzen Sie die Angebote der Sozialstation St. Stephanus in Hösbach, bei der unsere Pfarreien und Johannesvereine Mitglied sind!

Am 08. Juli, dem Fest der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan waren es einhundert Tage, dass ich feierlich durch die Pfarreiengemeinschaft in Glattbach begrüßt wurde. Seit der Einführung durch Dekan Uwe Nimbler ist sehr viel geschehen: Wir haben die Kar- und Ostertage miteinander begangen und konnten bei zwei sehr schön gestalteten Gottesdiensten die Erstkommunion in unseren Pfarreien miteinander feiern. Festliche Maiandachten in den Ortsteilen, die Firmung mit Weihbischof Ulrich Boom in Glattbach, das 40. Priesterjubiläum von Pfr. Rudolf Kunkel in Steinbach, die Gründungsfeier unserer Pfarreiengemeinschaft in Glattbach, sowie die Einführung von neuen Ministranten in Johannesberg waren weitere wichtige Ereignisse in der Anfangszeit. Bei vielen Sitzungen, Besprechungen und Treffen konnte ich einen positiven Eindruck gewinnen und ermutigende Impulse von vielen Seite halfen mir hier gut anzukommen. Mit dem Umzug vor drei Wochen bin ich nun wirklich hier in der PG Glattbach-Johannesberg angekommen.

Ganz herzlich bedanke ich mich an dieser Stelle bei allen, die sich einbringen, die mithelfen und mitdenken, die Verantwortung in den Kirchenverwaltungen, in den Pfarrgemeinderäten und in den vielen anderen Gruppen und Kreisen unserer PG Glattbach-Johannesberg übernehmen.

Lesungen zum 16. Sonntag im Jahreskreis




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19.07.2009 - 16. Sonntag im Jahreskreis

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