am Vorabend des 2. Juli, dem Fest Mariä Heimsuchung, jährt sich zum ersten Mal die Gründung unserer Pfarreiengemeinschaft St. Maria und Johannes der Täufer.
Es geht bei diesem Fest um die Begegnung der schwangeren Elisabeth und der schwangeren Maria, sozusagen die erste, wenn auch vermittelte Begegnung zwischen Johannes dem Täufer und Jesus. Das Treffen bewegt sich auf einer menschlichen Ebene, die mit Humanität umschrieben werden kann.
Als Maria im Haus der Elisabeth ankommt, findet das statt, was unter Menschen üblich sein sollte, man begrüßt sich. Und in der Art, wie wir uns begrüßen, spiegelt sich ein bisschen auch wieder, wie gut die Beziehungen sind, die wir miteinander haben, ob wir uns fremder oder vertrauter sind. Ob wir eine gemeinsame Geschichte miteinander haben oder ob wir uns zufällig getroffen haben. In der Begegnung zwischen Elisabeth und Maria ist Vertrautsein da.
Sie begrüßen sich. Und dann heißt es auf einmal: Da war Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt. Und dann kommt das, was uns bekannt ist, dieser Lobpreis auf Maria, die gebenedeit ist unter den Frauen. Das Außergewöhnliche geschieht sozusagen zwischen den beiden. Neben dem normalen, mitmenschlichen, freundlichen Umgang geschieht das Besondere: Heiliger Geist wirkt gemeinschaftsstiftend und verbindungsschaffend. Und das ist der springende Punkt.
An dieser Stelle dürfen wir uns fragen: Wie schaut das bei uns aus nach einem Jahr Pfarreiengemeinschaft zwischen Glattbach und Johannesberg aus?.
Welche Erfahrungen machen wir, wenn wir den Menschen aus der Nachbargemeinde begegnen. Dazu haben wir sicher Gelegenheiten, nicht nur an einem Festtag. Wie schaut das aus in den gemeinsamen Gottesdiensten, in unseren Gremien. Wie gehen wir da miteinander um? Gibt es da bereits jene Begegnungen, wo ich einen Menschen treffe und spüre, da ist mehr, da ist Tiefe, da ist das, was wir nennen könnten Verstehen, Angenommensein oder Gemeinschaft? Da ist etwas da, das mir deutlich macht, dass unsere Pfarreien jetzt zusammen gehören.
Wenn wir offen für Andere sind, dann spüren wir, es gibt etwas, das Gemeinschaft stiftet, Verbindung schafft. Sicher gelingt diese Erfahrung dann, wenn wir vorbehaltlos in diese Begegnungen hineingehen. Da können uns Elisabeth und Maria wieder als Modell dienen. Da dürfen wir von dieser Begegnung zwischen Elisabeth und Maria lernen. dass wir uns auf diese neue Gemeinschaft einlassen können, wenn wir die Erfahrung gemacht haben, dass wir angenommen werden, dass wir verstanden werden, dass wir letztendlich geliebt werden. Dann können wir Momente erfahren, wo in Begegnungen untereinander zwischen uns Geist aufscheint, gemeinschaftsstiftender und verbindungsschaffender Geist.
Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen Ihr Diakon Alexander Fuchs
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